Jeep – Pickups
(Autor: Redneck)
Jeep ist ja ein Name, den auch heutzutage noch jedes Kind kennt. Mit dem Jeep hat alles angefangen, er war der Urahn aller Geländewagen. Und auch diese Marke hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich.
Wo der Name genau herkommt, darüber streitet man wohl schon, seit man das Wort Jeep das erste mal gehört hat. Es gibt mehrere Varianten, u.a. meinen einige, es käme vom Wort GP (General Purpose, bedeutet universell einsetzbar), was aber mittlerweile so gut wie widerlegt ist. Wahrscheinlicher ist tatsächlich, dass es von der Comic-Figur „Eugene, the Jeep“ abstammt, die in den Popeye – Comics das erste mal auftauchte. So wurde aus dem Wort Jeep, egal, wo es letztlich herstammt, das Synonym für eine der bekanntesten Fahrzeuggattungen dieser Welt. Die oben abgerundeten Längsrippen, meist sieben an der Zahl, zieren auch heute noch jeden Jeep.
Von den vielen Jeeps, die gebaut wurden, sollen hier mal nur die Pickups interessieren.
Der erste stammte noch von Willy´s Overland und wurde in den Jahren 1947 – 1965 mehr als 200.000 mal gebaut. Es gab ihn sowohl 4x2 als auch als 4x4 Modell. Basismotorisierung war der Vierzylinder, ab 1954 wurde auch ein stärkerer 6-Zylinder verbaut.
Ab 1965 kam dann ein Fullsize-Pickup auf den Markt, der auf den klangvollen Namen Gladiator hörte. Auch ihn konnte man als reines Heckantriebsmodell erwerben, oder mit einem zuschaltbaren Allrad. Auch konnte man wählen zwischen einer Version mit vorderer Starrachse oder einer
Einzelradaufhängung, es gab ihn sogar mit Zwillingsreifen hinten. Als Pritschenvariationen gab es den Townside, den Thriftside oder Spezialaufbauten. Sogar eine Militärversion wurde gebaut, der M 715.
Die CJ-Baureihe (Civilian Jeep) war seit Einführung des CJ 5 die wohl bekannteste Baureihe der Marke Jeep und nach dem Willy´s Overland aus dem zweiten Weltkrieg der wohl am weitesten verbreitete Jeep. Auch von ihm gab es Pickups. Der erste mit längerer Ladefläche war der CJ 6, der jedoch nur ein CJ 5 mit längerem Chassis war und kein Pickup im eigentlichen Sinne.
Ab 1981 wurde dem kurzen CJ 7 dann der CJ 8 Scrambler zur Seite gestellt, der einen Radstand von 2616 mm
aufweisen konnte. Er hatte ein Planenverdeck oder ein Hardtop, die Ladefläche war offen. Insgesamt wurden davon 27792 Exemplare gebaut. Der CJ 8 verfügte über zuschaltbaren Allrad, der Quadra-Trac blieb dem CJ 7 vorbehalten. Da er sich nicht besonders gut verkaufte, stellte man ihn mit dem Ende der CJ-Baureihe 1986 ein. Heutzutage ist der Scrambler selten anzutreffen, ein gut restauriertes Exemplar erzielt auch heute noch bei Liebhabern einen guten Preis.
Der zweitürige Jeep Comanche ist vom Cherokee XJ abgeleitet und ein echter Pickup aus dem Hause Jeep. Gebaut
wurde er von 1986 – 1992. Es gab ihn als Comanche Sport Truck mit kurzer Ladefläche und als Comanche Chief mit einer längeren Ladefläche. An der Vorderachse tat stets eine DANA 30 – Achse Dienst, hinten normalerweise eine DANA 35c, oder, eher selten, eine starke DANA 44. Motorseitig war die Basismotorisierung ein 2,5 Liter Vierzylinder, 1986 auch ein 2,8 Liter Sechszylinder, der aber schon 1987 dem allseits bekannten „Inline Six“, dem 4.0 Liter Sechszylinder weichen musste. Eine Sonderstellung nahm der 2,1 Liter Renault Vierzylinder – Diesel ein, der sich aber als sehr schwach und auch anfällig herausstellte und kein Erfolg wurde. 1992 endete dann die seit 1947 bestehende Pickup-Tradition aus dem Hause Jeep.
Einen interessanten Umbausatz, der den Wrangler TJ zu einem Pickup macht, brachte eine Tuningfirma auf den Markt. Dabei wird der Rahmen verlängert, das Hardtop gekürzt und eine Ladefläche aufgeschraubt. Dieser TJ Pickup hört auf den Namen „Brute“.
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