Mittwoch, 06 Juli 2022 11:14

Lohnt es sich, einen Wagen zu leasen?

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Lohnt es sich, einen Wagen zu leasen? Photo by Peter Pryharski on Unsplash

Natürlich ist so ein Pickup für Stadtmenschen eher ein Spielzeug. Dafür sieht es beeindruckend aus und lässt sich im Grunde auf fast jedem Terrain nutzen. Und da Spielen Spaß macht, gilt dies freilich auch für die Verwendung eines Pickups.

Die X-Klasse

Ob man sich für ein Mercedes Benz Leasing entscheidet, oder andere Hersteller dieser großen Autos in Betracht zieht, ist vollkommen nebensächlich. Wichtig ist nur, dass man den Wagen einmal bis an die Belastungsgrenze ausreizen kann. Im Artikel „Von Pickups und SUVs“ habe ich ja schon auf die dezidierten Unterschiede zwischen diesen beiden Autoklassen hingewiesen.

Und wenn man sich so einen Mercedes-Benz aus der Baureihe 470, auch „X-Klasse“ genannt, betrachtet, erkennt man genau, dass es sich hierbei um einen Pickup handelt.

Das Faszinierende an diesem Auto ist, dass die verbaute Technik ebenso in einem Nissan Navara oder einem Renault Alaskan vorkommen kann, was damit zu tun hat, dass die X-Klasse am Barcelona Nissan-Standort produziert wurde. Hierbei schloss man sich zu einer Produktionsgemeinschaft zusammen.

Allerdings wurde im Jahr 2020 die Produktion des Fahrzeuges eingestellt – so könnte die X-Klasse eventuell sogar zu einem begehrten Sammlerstück werden, wofür es aber notwendig wäre, sie pfleglich zu behandeln. Und das sollte man bei einem Preis zwischen 98.900 Euro und 35.940 Euro auch tun.

Zugegeben, das Ganze ist etwas hochpreisiger, also nicht für jeden leistbar. Wenn man aber unbedingt mit einem Pickup durch Bad Bergzabern fahren möchte, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen, dem sei freilich das Leasing empfohlen.

Wie funktioniert Leasing?

In erster Linie gibt es zwei Parteien:

-   Leasinggeber

-   Leasingnehmer

Der erstere kauft den Wagen – in unserem Fall den Mercedes X-Klasse – und stellt ihn dem Nehmer für eine Leasinggebühr zur Verfügung. Diese ist kostengünstiger, als es der Kaufpreis wäre. Der Leasingnehmer verfügt nun über ein Auto, für das er Steuern zahlen muss. Ferner hat er es fristgemäß zur Wartung zu bringen und dafür Sorge zu tragen, dass bei Schäden eine Reparatur durchgeführt wird.

Es ist allerdings nicht erlaubt, den Wagen nach eigenem Gutdünken zu tunen, man ist lediglich der Autobesitzer und hat mit dem Leasingvertrag keinesfalls das Eigentum am Auto erworben. Und ja, dies klingt im ersten Moment wie ein Nachteil, aber das ändert sich rasch, wenn man an das Ende der Leasingzeit denkt.

Nehmen wir an, man hat sich einen Wagen gekauft, man ist recht zufrieden mit dem Gefährt und dennoch hat man ihn eines Tages satt. Man kennt das Auto, hat alle Spielereien ausprobiert, einige mehr, andere weniger und irgendwie steht einem der Sinn danach, ein neues Auto zu kaufen. Jetzt muss man freilich zuallererst das alte Auto loswerden. Klar, man kann es bei einem Autohändler in Zahlung geben oder Panagiota Petridou den einfachsten Auftrag aller Zeiten für „Biete Rostlaube, suche Traumauto“ an die Hand geben.

Bei einem Leasingauto gibt man nach Ablauf der Leasingzeit den Wagen einfach ab, um sich ein neues Auto auszusuchen. Ferner handelt es sich bei den Leasingmodellen in der Regel um Neuwagen.

Widmen wir uns den beiden bekannten Spielarten des Leasings.

Das Restwertleasing

Dieses Konzept erinnert jene, die sich mit Betriebswirtschaftslehre auskennen, an die Idee der Abschreibung. Kurz zusammengefasst:

Ein kleiner Ausflug in die BWL

Jedes Gebrauchsobjekt, sei es Laptop, Schreibtischstuhl oder eben Auto, verliert im Laufe der Zeit an Wert. Im Fall des Restwertleasings geht es darum, sich zu verpflichten, lediglich einen gewissen Wertverlust zuzulassen. Hierzu bringt man den Wagen zunächst zu einem Gutachter, der ihn schätzt und dann einen Wert ermittelt. Nachdem die Leasingzeit abgelaufen ist, wird er Wagen erneut zum Schätzen gebracht.

Nun hat man sich ja quasi bereiterklärt, nur eine gewisse Werteminderung zuzulassen. Sollte man besonders gut auf den Wagen geachtet haben – was dazu führt, dass die Wertminderung geringer ausfällt – wird man mit 75 % am Mehrerlös beteiligt. Sollte der Wert allerdings stärker abgenommen haben, muss man die Differenz zahlen.

Dafür ist allerdings die Option gegeben, nach maximal 14 Tagen vom Leasingvertrag zurückzutreten.

Das Kilometerleasing

Hierbei gibt man, wie viele Kilometer man zu fahren gedenkt. So kalkuliert der Leasinggeber die Monatsrate. Ferner wird nach Ablauf der Frist festgestellt, ob man Geld zurückbekommt (Minderkilometererstattung, so man weniger als angegeben gefahren ist) oder einen Mehrkilometerzuschlag errichten muss.

Fazit

Es ist egal, ob man sich einen Mercedes zulegen will, oder sich für einen Toyota Hilux interessiert: Wenn man nicht allzu tief in die Tasche greifen möchte, könnte das Leasing eine Option sein.

Quellen:

https://www.pickuptrucks.de/inhalte/berichte/item/347-toyota-hilux-umbau

https://www.rtl.de/autoleasing/

https://de.wikipedia.org/wiki/Panagiota_Petridou

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