{"id":197,"date":"2018-05-07T10:34:28","date_gmt":"2018-05-07T08:34:28","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.pickuptrucks.de\/inhalte\/k2\/berichte-k2\/item\/die-jeep-pickup-story"},"modified":"2026-07-13T15:23:54","modified_gmt":"2026-07-13T13:23:54","slug":"197-die-jeep-pickup-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/berichte\/item\/197-die-jeep-pickup-story\/","title":{"rendered":"Die Jeep Pickup Story"},"content":{"rendered":"<p>Begonnen hat alles im Jahr 1941, als die US-Army f\u00fcr den 2. Weltkrieg leichte, gel\u00e4ndeg\u00e4ngige Fahrzeuge brauchte. Mehrere Firmen bewarben sich um den Gro\u00dfauftrag, den Zuschlag bekam letztlich Willys Overland. Die Herkunft des Namens Jeep kann wohl auch nach so vielen Jahrzehnten nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt werden, am wahrscheinlichsten h\u00e4lt man die Ableitung einer Comicfigur namens \u201eEugene, the Jeep\u201c .<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/1_Willys_Pickup.jpg\" alt=\"1 Willys Pickup\" width=\"300\" height=\"226\" style=\"margin: 10px; float: left;\" \/>Wir wollen hier speziell mal die Pickup-Geschichte des Unternehmens beleuchten, denn auch da gab und wird es in n\u00e4chster Zeit einige Modelle geben. Neben den Kurzen Jeeps der CJ-Serie, die anfangs milit\u00e4rischen Zwecken dienten und erst nach dem Krieg nach und nach zivil genutzt wurden, erkannte man schnell, da\u00df neben den kleinen Gel\u00e4ndeg\u00e4ngern auch mehr nutzlastorientierte Fahrzeuge mit mehr Platz ben\u00f6tigt wurden! Was lag also n\u00e4her, als bereits 2 Jahre nach Kriegsende 1947 den Willys Pickup vorzustellen?<\/p>\n<p>Dessen Styling beruht auf dem Willys Station und dem CJ 2 A. Zu haben mit Heck- und Allradantrieb&nbsp; und einem 3-Gang-Schaltgetriebe kam der Pickup immer 2-t\u00fcrig zu den Kunden. Die Basismotorisierung war der 2,2 Liter Vierzylinder \u201eGo Devil\u201c, wahlweise gab es auch einen 3,7 Liter und einen 3,8 Liter Sechszylinder. Gebaut wurde der Willys Pickup bis 1965.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/2_Forward_Control_FC_150.jpg\" alt=\"2 Forward Control FC 150\" width=\"300\" height=\"203\" style=\"margin: 10px; float: right;\" \/>Ab November 1956 stellte man der Kundschaft ein anderes Konzept eines offenen Kastenwagens vor: Den FC 150 und mit l\u00e4ngerem Radstand den FC 170. \u201eFC\u201c bedeutet Forward Control und hei\u00dft, die Kabine thront \u00fcber dem Motor, also ein Frontlenker. Parallel zu den zivilen Modellen gab es auch noch Versionen f\u00fcr die Army. Der FC 170 wurde dem k\u00fcrzeren FC 150 1957 zur Seite gestellt, bei einer Pritschenl\u00e4nge von 2,74 m f\u00fcr die interessant, die mehr Wert auf Nutzfl\u00e4che legten und weniger auf Gel\u00e4ndeg\u00e4ngigkeit. Interessant, da\u00df diese Forward Controls auch bei Mahindra in Indien hergestellt wurden. Insgesamt ca. 30000 Einheiten wurden produziert, wobei der Erfolg eher m\u00e4\u00dfig war und kontinuierlich abnahm. Ende 1964 wurde die Produktion schlie\u00dflich eingestellt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/3_Kaiser_Pickup.jpg\" alt=\"3 Kaiser Pickup\" width=\"300\" height=\"160\" style=\"margin: 10px; float: left;\" \/>Nach 1963 war die Firma Willys Overland schon Geschichte, Kaiser hatte nun das Zepter in der Hand. In diesem Zeitraum deb\u00fctierte der Gladiator, auch J-Serie genannt. Er basiert auf der Wagoneer-Plattform, der geschlossenen Variante und Vorg\u00e4nger des Cherokees. Mit einer Dana44 \u2013 Achse hinten und vorne war er robust genug f\u00fcr Lasten. Auch bei ihm gab es wahlweise wieder verschiedene Radst\u00e4nde, wie in Amerika damals und auch heute noch \u00fcblich. Wahlweise k\u00e4uflich als Fahrgestell mit Fahrerhaus, Pickup im herk\u00f6mmlichen Sinn mit Pritsche oder auch als Camper. 1971 lie\u00df man den Namen Gladiator wegfallen, er nannte sich jetzt nur noch Jeep-Pickup, z.B. J10 oder J20. Die Milit\u00e4rversionen der Baujahre 67-69 h\u00f6rten auf den Namen M-715 und M-725. &nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/4_J_10_Pickup.jpg\" alt=\"4 J 10 Pickup\" width=\"300\" height=\"169\" style=\"margin: 10px; float: right;\" \/>Motorm\u00e4\u00dfig wurden nur Benziner verbaut. Basis war ein 3,8 Liter Sechszylinder, desweiteren ein 4,2 Liter Sechszylinder. Ab 1965 dann auch ein AMC 5,4 Liter V8. Von 1968 \u2013 71 wurde ein 5,7 Liter V8 von Buick verbaut, danach werkelten wieder V8-Motoren der American Motors Corporation (AMC) unter der Haube, ein 5,9 Liter und ein 6,6 Liter.<\/p>\n<p>Bekannt wurde der Gladiator \/ J-Serie durch viele \u00e4ltere Filme, unter anderem im Zebra-Look bei der TV-Serie \u201eDaktari\u201c \u2013 die \u00e4lteren werden diese Dschungelserie noch kennen &#8211; aus den 60er Jahren, oder vom Marlboro-Abenteuer-Team in knallrot. Der Name \u201eHoncho\u201c ist eine Ausstattungslinie und kein eigenes Modell. Ab 1975 spendierte man der J-Serie aufgrund gestiegener Komfort-Anspr\u00fcche eine ansprechendere Optik mit Chrom und Holzdekoren und einigen zeitgem\u00e4\u00dfen technischen Features. 1987 wurde die J-Serie eingestellt, der kleinere Jeep Comanche trat in seine Fu\u00dfstapfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/5_CJ_8_Scrambler.jpg\" alt=\"5 CJ 8 Scrambler\" width=\"300\" height=\"225\" style=\"margin: 10px; float: left;\" \/>Eine Besonderheit unter den Jeep-Pickups m\u00f6chte ich auch nicht unerw\u00e4hnt lassen, n\u00e4mlich den CJ8, der unter dem Namen \u201eScrambler\u201c bekannt wurde. Dabei handelt es sich um einen um 20 cm verl\u00e4ngerten Radstand des beliebten CJ7, durch die einteilige Karosserie kein Pickup im herk\u00f6mmlichen Sinne. Technisch nahezu identisch mit dem CJ7, konnte man den CJ8 sowohl mit Hard-, als auch mit Softtop kaufen. Erstmals 1981, also zu einer Zeit, wo die Verkaufszahlen des CJ7 schon zur\u00fcckgingen. Der \u00dcberrollb\u00fcgel ist fest verschraubt, insgesamt wurden an die 30000 Exemplare hergestellt. Diese relativ geringe Zahl sorgt auch heute noch f\u00fcr einen hohen Wiedererkennungswert, unter Sammlern ist der Scrambler sehr beliebt!<\/p>\n<p>Die Motorenpalette ist identisch mit denen aus dem CJ7 dieser Baujahre. Ein 4,2 Liter Reihensechszylinder&nbsp; mit 120 PS und der 5,0 Liter V8 liefern zwar guten Sound, aber eher magere Fahrleistungen. Eine F\u00fcnfgang-Automatik oder wahlweise eine 3-Gang-Automatik sortieren die G\u00e4nge. Viele Fahrzeuge der CJ-Baureihe sind aufgrund der eher bescheidenen Fahrleistungen umger\u00fcstet auf st\u00e4rkere Chevrolet-V8-Motoren. Die Verk\u00e4ufe gingen immer weiter zur\u00fcck, so da\u00df der letzte dann 1985 vom Band rollte, ein Jahr vor Einstellung seines geschlossenes Bruders, dem CJ7. Heute sind die seltenen Scrambler Liebhaberfahrzeuge, dementsprechend hohe Preise werden f\u00fcr gut erhaltene Exemplare aufgerufen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/6_Jeep_Comanche.jpg\" alt=\"6 Jeep Comanche\" width=\"300\" height=\"225\" style=\"margin: 10px; float: right;\" \/>Nach der Einstellung der gr\u00f6\u00dferen Cherokee \/ Wagoneer \u2013 Baureihe deb\u00fctierte der kleinere Cherokee XJ, der sich von Anfang an blendend verkaufte. Klar, da\u00df es davon auch einen Pickup geben sollte, intern MJ genannt. 1986 war es soweit: Mit 2 verschiedenen Ladefl\u00e4chenl\u00e4ngen stand der neue Comanche \u2013 Pickup in den Schaur\u00e4umen der Jeep-H\u00e4ndler. Bis zur B-S\u00e4ule eigentlich identisch mit dem geschlossenen Cherokee XJ, blieb der Comanche sowohl mit kurzer als auch mit l\u00e4ngerer Ladefl\u00e4che unter einer Gesamtl\u00e4nge von 5 m. Sp\u00e4tere Modelle waren auch mit dem Selec-Trac-Allrad erh\u00e4ltlich. Erh\u00e4ltlich mit einem 2,1 Liter Diesel aus dem Hause Renault oder einem 2,5 Liter Benziner, konnte man ihn auch mit dem 2,8 Liter V6 aus den fr\u00fchen Chevy s10 \u2013 Modellen bekommen. Der beliebteste Motor, auch bei den Exemplaren, die den Weg zu uns fanden, war aber der bekannte 4,0 Liter \u201eInline Six\u201c, der auch im Wrangler zu haben war und im Cherokee XJ, kombinierbar mit Automatik oder Schaltgetriebe. Es gab zu den zwei Ladefl\u00e4chenl\u00e4ngen auch verschiedene Ausstattungslinien, wie den \u201ePioneer\u201c, den \u201eChief\u201c oder den \u201eLaredo\u201c. 1992 endete mit r\u00fcckl\u00e4ufigen Verkaufszahlen die Geschichte des Comanche.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/7_AEV_Brute-Umbau_aus_Wrangler_Unlimited.png\" alt=\"7 AEV Brute Umbau aus Wrangler Unlimited\" width=\"300\" height=\"199\" style=\"margin: 10px; float: left;\" \/>Und damit war es lange still um Jeep und seine Pickups. Nach einigen Studien wollte Jeep immer mal wieder zeigen, da\u00df das Interesse, einen Pickup auf den Markt zu bringen, nicht g\u00e4nzlich erloschen war. Die Fa. American Expedition Vehicles (AEV) brachte einen Umbausatz auf den Markt, basierend auf dem viert\u00fcrigen Wrangler Unlimited. Damit wird der geschlossene 4-T\u00fcrer zum Doppelkabiner-Pickup. Auf der Messe in Bad Kissingen stand vor ein paar Jahren am Jeep-Stand ein Wrangler als Pickup. Studien besch\u00e4ftigten sich mit Umbauten, auf Basis des Wrangler, z.B. die J12 \u2013 Studie mit Technik des Wranglers und der Front des alten Gladiators aus den 60er Jahren. Ein paar Einzelst\u00fccke gibt es davon, Jeep-Tuner ORZ hatte letztes Jahr auf der Messe so einen zur Schau gestellt. Auch aus dem Renegade hat man kurzerhand einen Single-Cab-Pickup gemacht und ihn in Anlehnung an den letzten offiziellen Pickup Comanche genannt. Zur Serienproduktion schaffte es leider keine dieser teils wundersch\u00f6nen und sehr interessanten Studien!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/images\/phocagallery\/197\/8_2018-2019_Jeep_Wrangler_Pickup_JT.jpg\" alt=\"8 2018 2019 Jeep Wrangler Pickup JT\" width=\"300\" height=\"150\" style=\"margin: 10px; float: right;\" \/>Seit ein paar Jahren verdichten sich jedoch in der Szene die Ger\u00fcchte, da\u00df Jeep wieder offiziell an einem Pickup arbeitet. Basierend auf der n\u00e4chsten Wrangler-Generation, die noch dieses Jahr die Kundschaft erreicht, wird aus dem viert\u00fcrigen Wrangler Unlimited ein Doppelkabiner Pickup (JT) mit langem Radstand und anst\u00e4ndiger Ladefl\u00e4che. Der soll 2019 auch nach Deutschland kommen. Motorseitig bleibt es beim bew\u00e4hrten 3,6 Liter PentaStar V6, der nochmals \u00fcberarbeitet wurde. Ihm zur Seite gestellt wird ein 2.0 Liter Benziner. Wie bis jetzt nachzulesen ist, kommt wahrscheinlich nur der 2.0 Liter als einzige Motorisierung zu uns. Man darf gespannt sein, denn immerhin gab es seit fast 30 Jahren nach Einstellung des Comanche keinen offiziellen Pickup mehr aus dem Hause Jeep! Wie er letztlich aussieht, kann man derzeit nur vermuten. Ungetarnte Bilder gibt es noch nicht. Als Jeep- und Pickupfan bin ich nat\u00fcrlich auch pers\u00f6nlich sehr gespannt, was Jeep da so aus dem \u00c4rmel zaubert! Ich hoffe, ich konnte die wechselvolle Jeep-Pickup-Geschichte ein wenig beleuchten. Ich freue mich jedenfalls, da\u00df nach der langen Zeit wieder ein Pickup, der den Traditionsnamen tr\u00e4gt, die Markenvielfalt bereichert! Als Umbau-Objekt wird der neue JT wohl nicht weniger begehrt sein als alle bisherigen Wrangler! (Autor: Redneck)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Jeep-Pickup-Story<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Den geschichtstr\u00e4chtigsten Namen und der Urvater aller Gel\u00e4ndewagen ist ohne Zweifel der Jeep. Eine wechselhafte Geschichte mit inzwischen doch einigen Besitzern liegt hinter dem Traditionsunternehmen, von Willys \u00fcber Kaiser, AMC, Chrysler, Daimler-Chrysler bis hin zu aktuell dem FIAT-Konzern kann die Marke aufwarten.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":764,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[283],"tags":[186,188,187],"class_list":["post-197","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte","tag-jeep","tag-scrambler","tag-wrangler"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=197"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":763,"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197\/revisions\/763"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/764"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pickuptrucks.de\/inhalte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}