Motorplatzer D22
15 Jahre 9 Monate her #94785
von creol
Don't forget to have fun!
creol antwortete auf Motorplatzer D22
Hi Boys,
also das mit den Sprintern, stimmt so nicht.
Die sind keineswegs, bzw. alles andere als haltbar.
Ich habe genügend Unternehmerkollegen, die mir ihr Leid ständig klagen. Steht nur in der Werkstatt o. Ä.
Dies betrifft im Übrigen auch den besonders anfälligen Vito.
Diese Fahrzeuge haben, wahrscheinlich gerade wegen des Mißbrauchs am Lenkrad
, sehr häufig kapitale Ausfälle.
Aber auch richtig ist, einen großen Dieselmotor muß man langsam warmfahren. Ich habe auch die obligatorischen Zusatzinstrumente, weil es einfach wirklich Sinn macht über die Betriebsbedingungen jederzeit informiert zu sein.
Einmal warm, dürften mittlere Drehzahlen keinerlei Probleme hervorrufen. Den Motor nie in den Hochdrehzahlbereich zu bewegen, ist aber auch nicht gut. Wie beim Benziner, sammeln auch diese Motoren Verbrennungsrückstände an den Ventilen und auf dem Kolben.
Bekommt der Motor keine hohe Betriebstemperatur, können sich diese Verschmutzungen nicht ablösen und führen zu Pitting und Löchern, sowie Rißbildungen durch thermische Spannungen (ungleiche Wärmeaufnahme bzw. Wärmeableitung) und sogar zu durchgebrannten Oberflächen.
Wie so häufig, ist der goldene Mittelweg oft der Bessere.
Wenn der Motor längere Zeit gelaufen ist und somit homogen warm, darf er auch mal was tun. Das bläßt den ganzen Rotz raus und er kann wieder frei atmen.
Mit dem Öl verhält es sich ganz ähnlich. Die von uns betriebenen Motoren, sind unter Verwendung von Ölen mittlerer Viskosität entwickelt worden. Ein Mehrbereichsöl B3 5-W40 gehört sehr wahrscheinlich nicht dazu. In der Einfahrphase günstig, hat die Reinigungswirkung eines synthetisch raffinerierten Öles, auf Dauer, negative Auswirkungen auf alle vom Öl berührten Dichtungen und greift sie an. Natürlich gibt ein Hesteller solche Umstände nicht an. Ich denke, ein nicht zu dünnes Öl im Bereich 10-W30, max. aber 10-W40 teilsynth., wäre für unsere Dieselmotoren und den dazugehörigen Turboladern ideal. Hier sind auch die Antirußadditive völlig ausreichend und die Polymerketten werden ähnlich schnell, oder langsam, zerschlagen, wie bei einem rein synth. hergestellten Öl.
Um auf das ursprüngliche Problem zurückzukommen, meine ich zu kapitalen Motorschäden, nach meiner Erfahrung (ca. 2,4 Mil. Kilometern und vielen über die Uhr gefahrenen Fahrzeugen) folgendes.
Ein solcher Defekt kündigt sich an und passiert nicht ohne Voranmeldung, zumal ein Blick auf das Verdichtungverhältnis erahnen lässt, welche Drücke in einem solchen Motor schon im Normalbetrieb herrschen. Ohne einen einführenden Mangel, kann ein Motor durchaus Leistung verlieren, oder schlecht laufen, aber gleich schrotten kommt eher selten vor. Wenn aber ungünstige Bedingungen über einen längeren Zeitraum vorliegen, steigen die empfindlichen mechanischen Bauteile zuerst aus. Turbo, Z-Kopf oder ZKD wären die ersten. Lagerschäden schließen sich an und beim Diesel halt auch häufig Löcher im Kolbenboden. Wenn man das nicht mitbekommt, wird es erst richtig ernst. Will sagen, wenn z. B. ein Konstrucktionsfehler vorliegen würde, müßte man diesen Umstand viel häufiger in Erfahrung bringen können (siehe Vito oder 220 CDi).
Sei noch bemerkt, das dies lediglich meine Meinung ist und auf meinen Erfahrungen basiert. Somit natürlich keinerlei Anspruch auf
allgemeine Richtigkeit oder Gültigkeit hat.
Gruß von Phil
also das mit den Sprintern, stimmt so nicht.
Die sind keineswegs, bzw. alles andere als haltbar.
Ich habe genügend Unternehmerkollegen, die mir ihr Leid ständig klagen. Steht nur in der Werkstatt o. Ä.
Dies betrifft im Übrigen auch den besonders anfälligen Vito.
Diese Fahrzeuge haben, wahrscheinlich gerade wegen des Mißbrauchs am Lenkrad
, sehr häufig kapitale Ausfälle.Aber auch richtig ist, einen großen Dieselmotor muß man langsam warmfahren. Ich habe auch die obligatorischen Zusatzinstrumente, weil es einfach wirklich Sinn macht über die Betriebsbedingungen jederzeit informiert zu sein.
Einmal warm, dürften mittlere Drehzahlen keinerlei Probleme hervorrufen. Den Motor nie in den Hochdrehzahlbereich zu bewegen, ist aber auch nicht gut. Wie beim Benziner, sammeln auch diese Motoren Verbrennungsrückstände an den Ventilen und auf dem Kolben.
Bekommt der Motor keine hohe Betriebstemperatur, können sich diese Verschmutzungen nicht ablösen und führen zu Pitting und Löchern, sowie Rißbildungen durch thermische Spannungen (ungleiche Wärmeaufnahme bzw. Wärmeableitung) und sogar zu durchgebrannten Oberflächen.
Wie so häufig, ist der goldene Mittelweg oft der Bessere.
Wenn der Motor längere Zeit gelaufen ist und somit homogen warm, darf er auch mal was tun. Das bläßt den ganzen Rotz raus und er kann wieder frei atmen.
Mit dem Öl verhält es sich ganz ähnlich. Die von uns betriebenen Motoren, sind unter Verwendung von Ölen mittlerer Viskosität entwickelt worden. Ein Mehrbereichsöl B3 5-W40 gehört sehr wahrscheinlich nicht dazu. In der Einfahrphase günstig, hat die Reinigungswirkung eines synthetisch raffinerierten Öles, auf Dauer, negative Auswirkungen auf alle vom Öl berührten Dichtungen und greift sie an. Natürlich gibt ein Hesteller solche Umstände nicht an. Ich denke, ein nicht zu dünnes Öl im Bereich 10-W30, max. aber 10-W40 teilsynth., wäre für unsere Dieselmotoren und den dazugehörigen Turboladern ideal. Hier sind auch die Antirußadditive völlig ausreichend und die Polymerketten werden ähnlich schnell, oder langsam, zerschlagen, wie bei einem rein synth. hergestellten Öl.
Um auf das ursprüngliche Problem zurückzukommen, meine ich zu kapitalen Motorschäden, nach meiner Erfahrung (ca. 2,4 Mil. Kilometern und vielen über die Uhr gefahrenen Fahrzeugen) folgendes.
Ein solcher Defekt kündigt sich an und passiert nicht ohne Voranmeldung, zumal ein Blick auf das Verdichtungverhältnis erahnen lässt, welche Drücke in einem solchen Motor schon im Normalbetrieb herrschen. Ohne einen einführenden Mangel, kann ein Motor durchaus Leistung verlieren, oder schlecht laufen, aber gleich schrotten kommt eher selten vor. Wenn aber ungünstige Bedingungen über einen längeren Zeitraum vorliegen, steigen die empfindlichen mechanischen Bauteile zuerst aus. Turbo, Z-Kopf oder ZKD wären die ersten. Lagerschäden schließen sich an und beim Diesel halt auch häufig Löcher im Kolbenboden. Wenn man das nicht mitbekommt, wird es erst richtig ernst. Will sagen, wenn z. B. ein Konstrucktionsfehler vorliegen würde, müßte man diesen Umstand viel häufiger in Erfahrung bringen können (siehe Vito oder 220 CDi).
Sei noch bemerkt, das dies lediglich meine Meinung ist und auf meinen Erfahrungen basiert. Somit natürlich keinerlei Anspruch auf
allgemeine Richtigkeit oder Gültigkeit hat.
Gruß von Phil
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15 Jahre 7 Monate her #97473
von kluebub
MB Trac - Alles andere ist behelf
kluebub antwortete auf Motorplatzer D22
Lagerschaden bei 115 T Km. :evil: Das ganze ohne Ankündigung. Komplettmotor von Nissan für 3600,- Euronen plus ca 400 ,- Dichtungen und Kleinteile. 
Ich steige jetzt auf D-Max um. Ende März soll der da sein.
Gruß Klaus

Ich steige jetzt auf D-Max um. Ende März soll der da sein.

Gruß Klaus
MB Trac - Alles andere ist behelf
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15 Jahre 6 Monate her #98639
von general
general antwortete auf Motorplatzer D22
Was genau ist den defekt? Wenn nicht zuviel defekt ist lohnt es ihn zu machen.
AT-Motor kostet meist mehr als selber machen lassen, es gibt eine Firma bei Prag die diese Motoren wieder richtet. Kostet nicht sooo viel und die Jungs sind gut und geben Garantie.
Gruß
Marc
AT-Motor kostet meist mehr als selber machen lassen, es gibt eine Firma bei Prag die diese Motoren wieder richtet. Kostet nicht sooo viel und die Jungs sind gut und geben Garantie.
Gruß
Marc
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